Behandlungsvertrag 

1. Vertragsgegenstand

Der Patient nimmt eine naturheilkundliche Behandlung des Heilpraktikers in Anspruch. Dazu gehören auch Behandlungsverfahren, die nicht wissenschaftlich anerkannt sind.

2. Naturheilkundliche Behandlung

Der Beruf des Heilpraktikers ist eine nach dem Heilpraktikergesetz zugelassene berufsmäßige Ausübung der Heilkunde, ohne als Arzt bestallt zu sein. Sie umfasst die Feststellung, Heilung und/oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen, auch wenn sie im Dienste von anderen ausgeübt wird (vgl. § 1 Heilpraktikergesetz), auch in psychotherapeutischer und/oder physiotherapeutischer Behandlungsform. Der Heilpraktiker strebt insbesondere die Stärkung der natürlichen Abwehrkräfte an und wendet im Therapieverfahren vor allem Natur- und Erfahrungsheilkunde an, die nicht dem schulmedizinischen Standard entsprechen und deren Wirksamkeit empirisch nicht sicher belegt ist. Er ist aber auch der wissenschaftlich biologischen Medizin verpflichtet. Nicht hierunter fallen insbesondere Geburtshilfe, Leichenschau, Zahnheilkunde, Therapien und/oder Maßnahmen, die die Anwendung von Betäubungsmitteln oder Arzneimitteln, die der ärztlichen Verschreibungspflicht unterliegen, erfordern, sowie Geschlechtskrankheiten und Krankheiten nach dem Bundesseuchengesetztes und Infektionsschutzgesetz.

3. Individuelle Behandlung

Der Heilpraktiker erstellt entsprechend der Angaben des Patienten seine Diagnose. Nur aufgrund umfassender und wahrheitsgemäßer Angaben kann eine ordnungsgemäße Diagnose ergehen. Aufgrund dieser Diagnose erstellt der Heilpraktiker dann ein individuelles Behandlungskonzept. Hierbei wendet er Methoden an, die seiner Erfahrung und/oder Ansicht nach der unter 1. angeführten Behandlungsweise gerecht werden. Dies erfolgt in Absprache mit dem Patienten. Die Behandlung erfordert die Mitwirkung des Patienten, ggf. die Durchführung von ärztlichen Parallelbehandlungen.

4. Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Das Honorar für die Behandlung durch den Heilpraktiker hat der Patienten selbst zu bezahlen. Das Honorar ist nicht erfolgsabhängig. Eine Stunde kostet 84,- Euro und wird pro angefangene Viertelstunde abgerechnet. Bitte planen Sie für die Erstanamnese etwa eine Stunde ein. Hinzu kommen (sofern notwendig) die Auswertung Ihrer Laborbefunde und die Erstellung eines individuellen Therapieplans, den wir dann beim zweiten Termin besprechen. Für diesen zweiten Termin sowie weitere Folgetermine sollten Sie etwa eine halbe Stunde einplanen. Eine telefonische Beratung berechnet sich wie eine schriftliche Beratung (z.B. per E-Mail) nach Zeitaufwand.

Eine Infusion kostet je nach Zeitaufwand ab 50,- Euro, plus Medikamente.

In der Regel erfolgt durch die gesetzliche Krankenversicherung keine Übernahme der Behandlungskosten.

Für Privatversicherte oder Patienten mit Zusatzversicherung erstelle ich eine Rechnung nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH), die von den Krankenversicherungen als Erstattungsgrundlage verwendet wird. Bitte beachten Sie, dass mindestens das o.g. Zeithonorar fällig wird und es je nach Versicherungstarif und Zeitaufwand der Behandlung zu einem Selbstbehalt kommen kann. Mein Hornor wird unabhängig vom Erstattungsverhalten ihrer Versicherung fällig.

5. Aufklärung zur Behandlung

Ein Heilungsversprechen seitens des Heilpraktikers wird nicht abgegeben. Insofern der Heilpraktiker feststellt, dass die Naturheilkunde (z.B. aufgrund der diagnostizierten oder durch den Patienten mitgeteilten Erkrankung) eine Grenze erfährt, und daher Alternativ- oder Parallelbehandlungen, insbesondere ärztlich, wissenschaftlich-biologische Behandlungsmethoden, erforderlich sein können, wird dies dem Patienten durch den Heilpraktiker unverzüglich mitgeteilt und der Patient ggf. an einen Arzt verwiesen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass im Falle der Verweisung an einen Arzt die (weitere) Behandlung durch den Heilpraktiker nicht die ärztliche, medizinische Behandlung ersetzt. Der Heilpraktiker übernimmt keine Haftung für Gesundheitsschäden, die der Patient erleidet, weil dieser trotz Verweises an einen Arzt, eine ärztliche, medizinische Parallelbehandlung nicht durchführen lässt. Bei Verdacht auf das Vorliegen einer Geschlechtserkrankung, einer Krankheit nach dem Bundesseuchengesetzt oder Infektionsschutzgesetz wird die Behandlung durch den Heilpraktiker unverzüglich abgebrochen und der Patient an einen Arzt verwiesen.

6. Schweigepflicht

Der Heilpraktiker unterliegt der Schweigepflicht. Er hat über sämtliche Informationen, die in Ausübung seiner Tätigkeit ihm zur Kenntnis gelangen, Stillschweigen zu bewahren. Dies gilt nicht hinsichtlich notwendiger Auskünfte, die er gegenüber dem Krankenversicherer geben muss, wenn er von seiner Schweigepflicht durch den Patienten gegenüber einer bestimmten dritten Person oder generell ganz oder teilweise entbunden wird, oder wenn er aufgrund gesetzlicher Vorschriften zur Weitergabe von Daten verpflichtet bzw. aufgrund behördlicher oder gerichtlicher Anordnung auskunftspflichtig ist. Geschlechtskrankheiten und Krankheiten nach dem Bundesseuchengesetztes oder Infektionsschutzgesetz muss der Heilpraktiker an die zuständige Behörde melden. Hierzu ist er gesetzlich verpflichtet.

7. Ausfallhonorar/Terminabsage

Versäumt ein Patient einen vereinbarten Behandlungstermin, schuldet er dem Heilpraktiker ein Ausfallhonorar von mindestens 50% des für den Termin vereinbarten Betrages. Dies gilt nicht, wenn der Patient mindestens zwei Werktage vor dem vereinbarten Termin absagt, oder ohne sein Verschulden am Erscheinen verhindert ist. Der Nachweis, dass kein Schaden oder nur ein wesentlicher niedriger entstanden ist, bleibt hiervon unberührt. Ebenso der Nachweis eines höheren Schadens durch den Heilpraktiker.